Der USV TU-Dresden

Wir sind eine Abteilung des Universitätssportverein USV TU-Dresden e.V.
Der USV TU-Dresden ist einer der größten Vereine der Stadt Dresden. Anders als der Name vielleicht suggerieren mag, steht der Verein allen offen.

Die Abteilung Traditonelles Karate besteht seit knapp 20 Jahren. Zur Zeit haben wir ca. 45 Mitglieder. Dabei sind ca. 2/3 der Mitgleider Kinder und der Rest Erwachsene.

 

Probetraining

Falls wir euer Interesse geweckt haben, könnt ihr gerne zu einem Probetraining vorbei kommen. Schaut dafür einfach bei einem Training vorbei und meldet euch vorher kurz beim Trainer.
Dieser zeigt euch dann alles Weitere.

Für die ersten paar Trainingseinheiten reicht ganz normales Sportzeug.

 

Mitglied werden

Falls es euch dann so gut gefallen hat, dass ihr Mitglied werden wollt. Bringt einfach zum Training dieses Anmeldeformular ausgefüllt (soweit wie möglich) mit.

 

Wir freuen uns auf euch!

Weitere Informationen zum Training erhalten Sie bei David Gottwald unter:

0176 / 22287801

 

Oder per Mail unter:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Weitere Informationen rund um den USV TU Dresden e.V. erhalten Sie unter:

www.tu-dresden.de/usv

 

Wir trainieren an verschiedenen Standorten in Dresden Traditionelles Karate in der Stilrichtung des Shotokan. Unser Verein ist innerhalb des Deutschen Karate Verband in der Stilrichtung SOK - Shunkukai organisiert.

 

Traditionelles Karate versucht die ursprünglichen Prinzipien des Budos (Sammelbegriff aller japanischen Kampfkunstarten) zu vermitteln. Im Gegensatz zum Kampfsport ist im Budo das Ziel möglichst effizient zu kämpfen und den Gegner mit nur einer Technik, dem Todome-Waza zu besiegen.

Im Traditionellen Karate bedarf es deshalb keiner Gewichtsklassen und gibt Möglichkeiten an die Hand die Effizienz von Techniken zu beurteilen. Die Kämpfe finden ausschließlich (abgesehen von Griffen und Würfen) ohne Kontakt statt. 

Die Schwerpunkte unseres Trainings liegen aus diesen Gründen, neben den technischen Feinheiten des Karates, auf der Verbesserung der Koordination und Beweglichkeit. Damit ist unsere Training für Kinder und Erwachsene gleichermaßen gut geeignet.

 

Wir freuen uns jederzeit neue Kampfkunstinteressierte bei uns begrüßen zu können.

Artikel von Sensei Avi Rokah - Japan Karate Association of Beverly Hills

Karate ist eine Kampfkunst, die weder in der Technik (Kata) noch in der Anwendung (Kumite) von Muskelkraft und harter Gewalt abhängt. Es ist die Kunst Muskelkraft aufzugeben und nachdem wir die Form (oder ihre Prinzipien) gemeistert haben, müssen wir die Form aufgeben oder frei sein von der Form (ohne in dem was wir tun, ihre Prinzipien in irgendeiner Weise zu verletzen).

Mehr noch, wir müssen uns selbst aufgeben um dem Gegner zu folgen. Weiterhin müssen wir das Siegen aufgeben. Mit anderen Worten, unser Geist oder Intellekt sollte sich nicht einmischen.

Indem wir die Kontrolle aufgeben, erlangen wir die Kontrolle und alles was wir tun, tun wir frei.

Dieses Konzept ist schwer zu akzeptieren, weil jeder hart treffen möchte und hier wird dir gesagt, dass du deine Arme oder Beine aufgeben sollst. Jeder, der mit dem Karate Training beginnt, möchte gewinnen. Aber hier wird von dir verlangt, den Sieg und dich selbst aufzugeben. Von dir wird gefordert, Ergebnisse aufzugeben und nur an den Prozeß selbst zu denken, zu üben um der Übung willen.

Aus den ersten Jahren bei Nishiyama Sensei erinnere ich mich an kein Lob, ab und zu würde mich sein Stock treffen und es gibt eine Korrektur, das höchste Lob war "so...", du konntest nicht wirklich zufrieden mit dir selbst sein.

Wenn man einem Gegner gegenüber steht und "Sen"-timing übt (d.h. wenn der Gegner angreift, reagiere ich, aber ein wenig früher), Nishiyama Sensei würde sagen, daß wenn wir uns bewegen, dann ist kein Gedanke in der Technik und "Sieg oder Niederlage, nur Gott weiß es" oder er beschreibt den Raum zwischen mir und meinem Gegner als Hölle und hinter meinem Gegner als Himmel, er sagt: "Du mußt durch die Hölle gehen, um zum Himmel zu kommen."

Über die Vorbereitung für "Sen" sagt Nishiyama Sensei: "Denke nicht an den Gegner und denke nicht an deine eigene Technik." oder "Die Augen sind sanft (ohne Absicht, natürlich), der Geist ist stark und die Aufmerksamkeit ist bei deinen eigenen Füßen.", all das bedeutet, daß der Geist nicht an einem Platz stoppen sollte, sich nicht konzentrieren sollte, er sollte aufmerksam sein ohne Anstrengung, ganz natürlich.

Das bedeutet nicht, daß wir Selbstmord begehen sollen oder blind mit dem Kopf an die Wand laufen. Andererseits, wir müssen Verluste akzeptieren und Risiken auf uns nehmen, um frei zu sein und ein klares Urteil zu haben, dann kann unser ganzes Wesen an allem, was wir tun, ohne Konflikte teilhaben.

Nishiyama Sensei sagt, daß drei Dinge im Karate am wichtigsten sind: Augen, Füße und Mut. Was auch immer die Augen sehen, sollten die Füße simultan ohne Einmischung seitens der Gedanken oder Zweifel ausdrücken und Mut bedeutet starker Geist ohne Verzögerung.

Wir können nicht nur über den richtigen Gebrauch des Körpers allein reden, weil beides, gute Technik und Funktion der Technik, von dem richtigen Geist und der richtigen Einstellung abhängen.

Bei einer Karatetechnik muß sich der ganze Körper als eine Einheit bewegen, es gibt nie nur eine Bewegung von nur einer Extremität. Wenn sich ein Teil des Körpers anders bewegt als der Rest des Körpers oder wenn ein Körperteil stoppt, dann stoppt der ganze Körper.

Wir sagen, daß sich die Energie von innen nach außen bewegt oder vom Körperzentrum (tanden) zu den äußeren Gliedmaßen.

Die Kraft einer Karatetechnik ist abhängig von:

  • der Weichheit (Elastizität) der Muskeln und der Fähigkeit von weich zu hart (und von hart zu weich) in kürzester Zeit (beim Kontakt) zu wechseln.
  • der Koordination aller Muskeln und Gelenke zur Richtung der Energie in der richtigen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt.
  • dem richtigen Timing der Muskelanspannung und -entspannung im Verhältnis zum Timing der Bewegung der Gelenke in der Technik.

Sehr wichtig ist im Karate die Idee von nur einer Chance, mit der sich Sieg oder Niederlage entscheidet. Diese Idee ist der Grund für todome oder die Finishing-Blow-Technik, und darum üben wir soviel Kime waza, oder daß die ganze Energie, die sich in einer Technik ansammelt, im Moment des Kontakts durch das Ziel gehen muss. Kime bedeutet, dass das ganze Wesen mental und physisch das Ziel trifft, der ganze Körper sammelt sich in kürzester Zeit zu einer Richtung, keine Energie sollte reflektiert werden oder ausbrechen.

Kime bedeutet Geist und Körper als Einheit. Je weicher und entspannter wir in der Bewegung sind (entspannt bedeutet genau die richtige Spannung um eine Aktivität zu tragen), desto größer ist das Potential der Anspannung im Kontakt. Je besser die Anspannung im Kontakt ist, desto mehr potentielle Energie haben wir für die nächste Aktion.

Von dem, was bis jetzt gesagt wurde lernen wir, daß eine Karatetechnik immer kontinuierlich ist, das Ende einer Technik bietet die beste Voraussetzung um die nächste Bewegung zu beginnen und in der Ruhe existiert immer noch das Moment der letzten Bewegung.

Die Augen bringen den Körper in die nächste Richtung, die Vorstellung, dass Unterbauch und Augen sich zusammen von einer Richtung zu einer anderen bewegen, der Atem folgt der Vorstellung (Geist), und der Körper folgt dem Atem. Wir meinen daher, wenn wir über Kontinuität sprechen, mentale und technische Kontinuität des Atems in Verbindung mit den Füßen, um eine glatte Verbindung zwischen den Techniken zu bekommen.

Wir können nicht darüber sprechen weich zu sein, wenn wir keine Wurzeln haben, daher brauchen wir bei Karatetechniken einen festen Stand, sodass wir eine Basis außerhalb unseres Körpers (externe Kraft) nutzen können. Die Energie bei einer Karatetechnik beginnt bei den Füßen, geht durch die Beine zum Rumpf und gelangt dann zu der Technik selbst. (Technik, Arm oder Bein wird als eine Verlängerung des Körpers angesehen, bestimmen die Richtung und sind einfach Mittel zum Kontakt.)

Wenn die untere und obere Körperhälfte nicht zusammenarbeiten, ist nicht nur die Technik schwach und oberköperlastig, sondern wird auch irgendwann Rücken- und Hüftprobleme schaffen. Es ist korrekt zu sagen, dass die Füße die Technik steuern, wenn wir die Füße nicht gut nutzen, dann haben wir keine Wurzel, dann nutzen wir auch nicht die externe Kraft (Basis) um die Energie zu steigern und der einzige Weg um Energie zu bekommen, ist durch die unabhängige Anstrengung eines kleinen Gebietes.Das nennen wir kopflastige Technik. Diese Art von Technik ist schwach, begrenzt auf die Muskelkraft einer Person und führt sicher zum Verlust des Zentrums und der Balance.

Alle Gelenke im Körper sollten frei sein, sodass zwischen jedem Knochen und Gelenk ein wenig Platz ist. Dann kann die Bewegung frei sein und die Energie kann glatt übertragen werden und unser Körper wird sehr leicht und empfindsam.

Die Haltung ist von großer Bedeutung, und das bedeutet nicht, dass wir uns in eine steife Position stellen sollen, aber dass wir der Beziehung zwichen Nacken, Kopf und Wirbelsäule Aufmerksamkeit schenken sollten.

Zwar sollen die Füße im Boden verwurzelt sein aber der Kopf sollte frei sein, sodass die Wirbelsäule nicht zusammengepreßt wird. Nur dann können der Atem und die Energie fließen.

Geist und Körper müssen koordiniert werden- jede Bewegung beginnt mit mentaler Ausrichtung, die Linie der Energie jeder Technik muss klar sein. Der Atem folgen die Muskeln, dann die Knochen und dann die Technik (all das passiert gleichzeitig). Wenn wir nicht diese Vorstellung haben, dann kann der Körper nicht als eine Einheit in einer Richtung arbeiten und die Bewegung gerät in Unordnung. Diese Art der Bewegung ist keine Kampfkunst, sondern nur eine Aerobicübung, die die Form einer Karatetechnik benutzt.